Philipp findet dunkelrote Punkte auf seinen Armen und Anna kleine runde hellrote gelbschimmernde Beulen auf ihren Armen, an ihren Händen, im Gesicht, am Hals und an den Beinen: alleine 13 zählt sie im Gesicht, drei davon am linken Ohr, einer davon mitten auf der Nasenspitze. Na toll! Die Bisse jucken.

Endlich sind sie auf der Autobahn. Sie fahren Richtung Tiranë, biegen vorher nach Durrës ab und folgen den Schildern zum Kap Rodon. Die Straßen sind voller Schlaglöcher und schlecht erkennbaren Geschwindigkeitsschwellen. Der Fahrstil der Albaner lässt auch arg zu wünschen übrig: sie fahren zu schnell, riskante und sinnlose Überholmanöver und weichen kaum aus. Eigentlich wollen Anna und Philipp in der Nähe vom Kap einen Campingplatz finden aber sie werden nicht so richtig fündig. Auf dem Kap selbst, ist es zu heiß und ohne Schatten unzumutbar. Nichtsdestotrotz machen sie einen kleinen Spaziergang zum Strand und unterhalten sich mit einem Albaner, der seit sieben Jahren in Berlin lebt und gerade seine Familie in Albanien besucht. „Bald geht es zurück in die Heimat“, sagt er und meint damit Deutschland. Wie schon an anderen Orten in Albanien sehen sie auch hier Bunker und viel Müll insbesondere Plastik, welches am Strand liegt, sich auf Wiesen stapelt, in Büschen und Zäunen hängt oder gerade die Hände der Menschen verlässt und auf den Boden fällt. Traurig.

Sie fahren durch Durrës. Rechts von ihnen befindet sich theoretisch das Meer und ein langer weißer Strand. Wenn da nur nicht diese riesigen Hotelanlagen wären. Nur ab und zu können sie einen Blick auf das Meer, den Strand und die Menschenmassen, die sich am Strand laufend, im Meer badend oder auf den Liegestühlen räkelnd, präsentiert. Puh. „Das ist ja wie auf Malle“, sagt Philipp. Erst weiter im Süden der Stadt finden sie einen Campingplatz, der zum Glück Schattenplätze bietet aber mit 20 € pro Nacht völlig überteuert ist.