Es regnet und keine Lücke ist in dem Wolkenbehangenen Himmel zu sehen. Ihre geplante Wanderung zum Artkhmo Dorf fällt somit aus. Sie fahren zurück zur Hauptstraße und biegen links ab. Weiter im Süden liegt die Truso Schlucht, in die ein Wanderweg zu Mineralquellen, Travertinen, verlassenen Dörfern und Klöstern. Sie fahren langsam eine steinige Piste, die mit einigen Wasserdurchfahrten auf sie wartet, entlang. Auch wenn es nur riesige Pfützen sind, überlegen sie an manchen ob und wie sie am besten durchfahren. Sie kommen der Grenze zu Südossetien, ein De-facto-Regime in Georgien, immer näher. Am Ende der Straße gelangen sie an das Dorf Kvemo Okrokana, was früher von Osseten bewohnt wurde. Die meisten Häuser stehen leer und verfallen. Es herrscht eine mystische Stimmung.

Philipp und Anna warten im Bus auf eine Regenpause. Als diese kommt laufen sie ein kurzes Stück ins Tal hinein. Sie drehen aber bald um denn Anton wird wach und der Himmel sieht einfach immer noch dunkel aus. Kurz nach dem sie am Auto ankommen und Anna ihren Regenbogen-Regenschirm aus Malaysia Schluss endlich ganz kaputt gemacht hat, fängt es erneut an zu regnen. Sie quälen ihren Bus zurück auf die Hauptstraße und fahren nach Stepantsminda, wo sie Christoph und Anna treffen. Alle freuen sich so sehr über das Wiedersehen, das Anton erschreckt und anfängt zu weinen. Wie Paradox. Sie gehen gemeinsam in das kleine Restaurant wo Anna und Philipp am Vortag bereits waren. Sie quatschen, warten auf ihren Kaffee und auf das Essen, quatschen, und warten weiterhin. Das Essen kommt und wird schnell verspeist. Christoph und Anna quartieren sich gegenüber dem Restaurant in ein Zimmer ein, wo sie gemeinsam den Abend ausklingen lassen. Für alle gibt es eine heiße Dusche, ein selbstgekochtes georgisches Gericht und lustige Anekdoten. Als sie nach draußen treten, strömt ein kalter Wind, der die Nacht mit Kälte erfüllt, und Sterne blitzen am Himmel. Schnell in den Bus und in die Schlafsäcke und die Decken kuscheln.