Nachdem sie am nächsten Morgen wie immer ihr Frühstück genossen haben, fahren sie in die Innenstadt von Tbilisi um mal richtig shoppen zu gehen. Anna braucht dringend neue Unterwäsche und Philipp neue T-Shirts. Ein Parkplatz für den Bus ist erstaunlich schnell gefunden und so schlendern sie los. Sie laufen die große Rustaveli Straße entlang und kommen an schicken Wohnhäusern, historischen Gebäuden, vielen Restaurants und Einkaufsläden vorbei. Aber erst am Liberty Platz traut sich Philipp: Er betritt zusammen mit Annas Unterstützung ein Einkaufszentrum. Anton sitzt wie bei einer Wanderung in der Kraxe und schaut sich das Spektakel über Annas Schulter an. Es dauert. Sie betreten jeden Laden und schauen nach T-Shirts für Philipp. Doch nichts kann ihn begeistern. Erst im allerletzten Laden werden fündig. Anton hat diesen Moment nicht mehr miterlebt. Er schläft schon eine Weile in der Brusttrage bei Anna. Schon ziemlich müde von dieser Aktion verlassen sie das Einkaufszentrum, setzen ihre Sonnenbrillen auf und versuchen sich ihren Weg durch die Unterführungen in die Altstadt zu bahnen.

Als sie in der Altstadt ankommen, wird Anton wach. Philipp übernimmt das Tragen ab sofort. Die Häuser sind alt und heruntergekommen. Die Straßen sind eng und verwickelt. Anna wundert sich ob das die hochangepriesene Altstadt ist. Sie hat etwas anderes erwartet. Auf dem Weg zum Café Laila landen sie dann in den schönen restaurierten Teil der Altstadt. Mensch sieht den interessanten Mix aus europäischen und asiatischem Baustil. Straßenkünstler machen Musik und zeigen ihre künstlerischen Werke, die liebevoll auf dem Boden aufgestellt worden oder an den Hauswänden und Zäunen hängen. Alles ist handmade. Natürlich. Anna kennt das aus anderen Städten. Eigentlich ist es immer wieder das gleich Bild.

Im Café Laila essen sie georgisch und trinken die hausgemachte Limonade. Sie merken, dass hier viele Touristen sitzen denn keiner schenkt Anton einen Blick. Das Café ist hip eingerichtet aber bezieht seinen Charm und Charakter von der historischen Innenausstattung des Gebäudes. Sie könnten sich gerade auch in Berlin befinden. Mit vollen Mägen spazieren sie weiter durch die Altstadt und kaufen dicke handmade socks für Anton, der nach der Anprobe der Socken direkt einschläft. Nun gehen sie zurück Richtung Auto. Dabei durchqueren sie eine lebendige Straße mit vielen Läden, Menschen und Autos, die sich durch die engen Gassen und an den parkenden Autos vorbei quetschen. Sie stehen vor dem Einkaufszentrum am Liberty Square. Nun ist Anna an der Reihe. Sie kaufen schnell neue Unterwäsche und gehen direkt zum Auto zurück.

Nach dem Stadtbummel füllen sie noch ihre Trinkwasserkanister in dem Viertel von Adhi auf und fahren wieder an den nahe gelegenen Lisi Lake.