Nachdem sie eine Nacht am Golden Beach verbracht haben, fahren sie weiter nach Famagusta, wo sie über die Grenze in die Republik Zypern fahren wollen. Sie kommen schnell vor ran und sind am Vormittag in Famagusta. Da sie Lust auf einen Stadtspaziergang haben und Mittagessen gehen wollen, machen sie einen Abstecher in die Altstadt von Famagusta. Sie besuchen eine große Kathedrale, die sich als Moschee entpuppt und von außen um einiges pompöser aussieht als von innen. Sie lassen sich nicht von den ersten besten Restaurant-Werbemachern einfangen, sondern wählen ein kleines verstecktes Restaurant, in dem es Hausmannkost gibt und lassen ihren Ausflug in sehr netter und froher Gesellschaft ausklingen.

Am Grenzübergang angekommen, werden sie nicht durchgelassen. „You are illegal!“, sagt der Grenzbeamte. „Sorry, what?“, erwidert Philipp entgeistert lachend. „Girne is an illegal port of entry“, fährt er mit seiner auswendig gelernten Militärsprache fort. Seine Erklärung: Bevor sie in die Republik Zypern reisen, müssen sie einen britischen Militärstützpunkt durchqueren. Großbritannien kennt Nordzypern nicht als Land an. „North Cyprus does not exist. You must go to Nicosia“. Immerhin gibt es eine Möglichkeit für die kleine Familie auf die andere Seite zu kommen. In Lefkosia – Nicosias Stadtname auf der nordzyprischen Seite – sind sie innerhalb einer Minute auf der anderen Seite der geteilten Insel Zypern. „Wow das ging ja flott. Haben wir überhaupt Stempel bekommen?“, fragt sich Anna mehr oder weniger selbst. Nun geht die Suche nach einem Schlafplatz los. Sie fahren, fahren, fahren und fahren nochmal im Kreis und gelangen am Ende an einen grünen Park mit einem irgendwie gemütlichen Parkplatz. Sie sind durch und haben keine Muse etwas zu kochen. Sie tigern los, fragen sie durch und essen am Ende asiatisch – eher schlecht – und gönnen sich Kuchen und Brownies aus einer sehr exquisiten Konditorei. Auf dem Weg zum Bus entdeckt Anna einen Schuhmacher und lässt sich die kaputte Schnalle an einem ihrer Birkenstocks reparieren. Als sie den Bus erreichen, schläft Anton bereits und die anderen Beiden fallen ebenfalls müde ins Bett – natürlich erst nachdem sie ihren dekadenten Kuchen verspeist haben.

 

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