La Paz liegt in einem Tal zwischen knapp 3000 und 4100 Höhenmetern (einschließlich El Alto) und ist umgeben von spitzen Felsen und 6000 Meter hohen schneebedeckten Bergen. El Alto schließt direkt an La Paz an und ist seit einigen Jahren eine eigenständige Stadt, die sich in den oberen Höhenmetern des Kessels erstreckt und inzwischen mehr Einwohner zählt als La Paz.

Wer hier herkommt wird diese Stadt nie mehr vergessen. Die Lage, der Verkehr, die Diversität der Bevölkerung, die parallele Existenz von Tradition und Moderne, die Anordnung der Häuser, die kleinen verkehrsfreien Gassen mit bunten Häusern (Calle Jaén), die Hochhäuser und Villen im Tal, die roten Ziegelhäuser an den steilen Hängen und diese Seilbahn, die über die Gebäude hinwegzieht und das Ziel hat die unterschiedlichen Lebenswelten zu verbinden ergeben ein überwältigendes Bild. Wenn das nicht genug wäre, wacht stets der mächtige Berg Illimani ruhig über das chaotische Stadtleben.

La Paz ist außerdem Ausgangspunkt für verschiedene andere Ort wie Coroico, der Titicacasee, Inca Wanderwege wie der Takesi Trail, die Todesstraße oder Rurrenabaque. Die Stadt selbst hat jedoch auch einiges zu bieten.   

Was ihr in La Paz machen könnt

Diese Karte zeigt euch alle Orte, an denen wir gewesen sind bzw. die uns empfohlen wurden, auf einen Blick.

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Wir haben die Tour mit Mi Teleferico zweimal gemacht. Einmal reicht aber auch. Wir sind bei der gelben Linie an der Station Estación Teleferico Sopocachi gestartet.

Blick nach Sopocachi

Wir sind bis zur Endstation der gelben Linie gefahren und haben dann auf die graue Linie gewechselt. Die graue Linie führt über El Alto am Hang entlang. Diese Strecke erlaubt einen Einblick in die riskante Lage einiger Häuser und Blicke in den tief zerfurchten und steilen Hang. In einer der Spalten des Hanges könnt ihr beim genauen hinschauen ein Auto entdecken.

El Alto

Am Ende der grauen Linie steigt ihr in die rote Linie um. Der Umstieg in die rote Bahn bringt euch wieder hinab in Richtung Tal. Ihr fahrt an dem bunten Viertel El Altos und am Friedhof vorbei.

das bunte Viertel

Am Ende der roten Linien sind wir in die orangene Linie gestiegen, dann in die weiße, welche zwischen den Hochhäusern pendelt, danach sind wir noch zwei Stationen mit der blauen und am Ende nochmal eine Station mit der gelben Linie gefahren.

Blick auf die Zona Sur
Hochhäuser in der südlichen Zone

Diese Tour hat ca. zwei Stunden gedauert. Eine Mi Teleferico Tour lässt sich sehr gut mit kleinen Abstechern kombinieren. Ihr könnt zwischendurch aussteigen und euch El Alto (Estación 16 de Julio) anschauen oder auch den großen Cementerio General (Estación Teleferico Cementerio).

An der Station Estación Teleferico Cementerio sind wir ausstiegen, um den Cementerio General zu besuchen. Achtung der Friedhof hat nur bis 17 Uhr geöffnet. Wir hatten Glück und durften noch hinein. Es lohnt sich sehr hier einen Stopp einzulegen. Die Wände sind Kunstwerke und die Gräber in Blöcken angeordnet. Wer die Chance hat am Dia de los Muertos in La Paz zu sein, besucht am besten an diesem Tag den Friedhof.

Die Gräber des Cementerio General
Kunstwerke an den Wänden

Ein Besuch auf den Mercado de las Brujas (Hexenmarkt) und dem Mercado Rodriquez – dem größten Nahrungsmittelmarkt in La Paz – lohnt sich ebenfalls sehr. Wenn ihr mit der Seilbahn fahren wollt, steigt ihr an der Estación Central (rote Linie) aus. Der Hexenmarkt ist ein heiliger Ort und eine riesige Attraktion für Reisende. Seit respektvoll und lasst die Kamera lieber in der Tasche, wenn ihr über den Markt schlendert und euch die getrockneten Lama Föten anschaut.

Mercado Rodriquez

Für Souvenir Shopping lauft ihr von der Iglesia de San Francisco die Calle Sagarnaga hinauf. Hier gibt es viele Cafés, Restaurants, Touragenturen und Souvenirläden, welche unverfehlbar sind. Wir waren in der Calle Linares zum Einkaufen von Kleidung. Generell haben wir beim Einkaufen ein bisschen gehandelt und nachgefragt aus welchem Material die Kleidung gemacht wurde. Wer bei der Qualität sicher gehen möchte und gerne bei einem fairem und transpartem Unternehmen einkaufen will, der besucht am besten den Laden ComArt Tukupaj (Linares 862). Die Einnahmen gehen direkt an die HerstellerInnen. Es ist ein sehr schöner Laden.

Souvenirs in Calle Linares zwischen Iglesia de San Francisco und Hexenmarkt

Eine spektakuläre Aussicht bekommt ihr im Parque Mirador Laikakota (nächste Mi Teleferico Station: Estación Teleferico Sopocachi). Es gibt einen Spielplatz und Bänke. Wer bis zum Ende des Parks läuft, hat den besten Blick auf die Stadt und den Illimani. Ein anderer Aussichtspunkt ist der Mirador Killi Killi (Av. la Bandera), von welchem ihr einen nahezu 360° Blick über die Stadt habt. Im Stadtteil Sopocachi könnt ihr den Plaza del Montículo (Presbítero Medina 2421) besuchen. Hier gibt es einen schönen Weg unter Bäumen entlang, an verzierten Torbögen, Gedenksteinen und Skulpturen vorbei. Es ist ein romantischer Ort um den Blick auf die Berge, Felsen, El Alto und den südlichen Stadtteil (Zona Sur) zu genießen.

In El Alto kommt ihr nicht nur in den Genuss einer unglaublichen Aussicht auf La Paz, sondern könnt auch den größten Markt in ganz Bolivien, den Freiluftmarkt (Mercado del Alto) besichtigen. Dieser Markt findet jeden Donnerstag und Sonntag statt. Durch den hohen Anteil indigener Völker – hauptsächlich Aymara – in El Alto werdet ihr als Touristen stark auffallen. El Alto gilt nicht als gefährlich aber wie in jeder großen wuseligen und vollen Stadt, solltet ihr eure Wertgegenstände nicht offen mit euch herumtragen. Ein paar Geldscheine in der Hosentaschen Griff bereit haben, Handy und Geldbeutel am besten in den Rucksack oder in der Umhängetasche verstauen, Kamera lieber nicht permanent um den Hals baumelnd tragen.

Freiluftmarkt in El Alto

Eine weitere Attraktion in El Alto ist das berühmte Cholita Wrestling welches jeden Sonntag in El Alto’s Multifunctional Center (Polifunctional de la Ceja) stattfindet. Es kämpfen Aymara Frauen in ihren traditionellen Kostümen gegeneinander oder gegen Männer. Die Zuschauer feiern ihre Cholitas und haben einen Riesenspaß an der Show.

Cholitas in ihren traditionellen Kostüm auf der Calle Sagarnaga

Natürlich könnt ihr euch auch die historischen Gebäude und Kirchen im Zentrum von La Paz anschauen wie die Iglesia de San Francisco, welche eine der wichtigsten und geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeit in La Paz ist, oder die Catedral Basilica Menor de Nuestra Senora de la Paz, welche eine der beeindruckendsten religiösen Gebäude in La Paz darstellt. Die Kathedrale befindet sich an der Ecke des belebten Plaza Murillo, der sich ebenfalls für einen Abstecher lohnt.

Wer klettern gehen will, ist in La Paz genau richtig. Wir hatten unsere eigene Ausrüstung dabei, daher können wir leider keine Auskunft darüber geben inwiefern es Klettertouren gibt oder wo ihr euch eine Kletterausrüstung ausleihen könnt. Wir teilen hier nur den Ort, an dem wir waren. Wir sind mit dem Mi Teleferico und Taxi zum Aranjuez Tal in gefahren. Dort gibt es rote hohe Felsen, in denen ihr viele Menschen klettern sehen werdet.

Kletterfels im Tal von Aranjuez

Ansonsten haben wir Spaziergänge gemacht, sind Essen gegangen und haben Cafés besucht. Wir legen euch einen Besuch im Café Typica in der Av. 6 de Agosto sehr ans Herz. Es hat einen großen Außenbereich, der von Bäumen beschattet wird, und einen sehr stilvoll eingerichteten Innenraum über zwei Etagen. Das Avocado Sandwich, der Kaffee und der Kuchen ist sehr zu empfehlen.

Kicker im Café Typica in der Av. 6 de Agosto

Was ihr rund um La Paz machen könnt

Die Landschaft rund um La Paz hat so einige skurrile Gesteinsformationen zu bieten wie den Muela del Diablo oder das Valle de la Luna. Beides sind lohnenswerte Tagesausflüge.

Wie wir uns fortbewegt haben

Wir waren zu Fuß, mit Bus und mit Taxi unterwegs. Bei den Taxis haben wir auf bestimmte Merkmale geachtet: ein Anzeigeschild auf dem Dach, ein Stempel des Nummernschilds an der Innenseite der Türen, und ein normales Auto, welches nicht tiefergelegt oder durch anderes Tuning auffällt. Preisverhandlung haben wir vor der Fahrt abgewickelt. Die Fahrten mit den Bussen sind wesentlich günstiger als eine Taxifahrt. Dem Fahrer ruft ihr während der Fahrt zu, dass ihr an der nächsten Haltstelle aussteigen wollt. Gezahlt wird beim Einsteigen.

Wie und wohin wir weitergereist sind

Wir haben von La Paz einen Ausflug zum Titicacasee gemacht. Unsere Reise endet in La Paz. Von hier aus sind wir mit dem Flugzeug nach Santa Cruz, von wo wir den Rückflug nach Europa angetreten sind, geflogen.