Die wichtigsten Fakten zur Isolierung eines Wohnmobils für den Selbstausbau

Die wichtigsten Fakten zur Isolierung eines Wohnmobils für den Selbstausbau

Die wichtigsten Fakten zur Isolierung im Wohnmobil

14 Dinge, die du für deinen Selbstausbau wissen solltest

Du hast einen leeren Kastenwagen oder Transporter vor deiner Tür stehen. Du hast das Ding bereits ausgeräumt und gereinigt. Du hast Stromkabel verlegt, du weißt wo deine Fenster sein werden, und du hast dein Holzgerüst angeschraubt. Nun kommt der nächste Schritt: die Isolierung. Du fragst dich, womit du das am besten machst, und brauchst dringend Informationen.

Ich habe die Informationen, die du brauchst. Und stelle dir eine Alternative zu Armaflex vor: Den X-Trem Isolator. Denn in den meisten Blogartikeln und DIY-Ausbauanleitung wird Armaflex verwendet. Bei uns kommt der X-treme Isolator zum Einsatz und ich sage dir warum.

Du erhältst die wichtigsten Informationen, die du für deine Entscheidungsfindung brauchst. Knapp, schnörkellos und einfach zusammengefasst (in einer Infografik).

 

Ist die Isolierung in einem Wohnmobil wichtig?

Ja. Besonders dann, wenn du länger damit unterwegs sein möchtest oder auch in kälteren Zeiten reisen willst. Eine gute Dämmung trägt ganz klar zum Wohlfühl-Charakter deines selbstausgebauten Camper Vans bei. Wir haben beides erlebt: Einen schlecht isolierten Bus und einen sehr gut isolierten Bus. Wir empfehlen dir aufgrund unserer Erfahrung deinen Transporter oder Kastenwagen, den du selbstausbauen willst, zu isolieren.  

Was macht eine Isolierung?

die Energie bei Temperaturunterschieden fließt langsamer

der Geräuschpegel ist niedriger

Rost, Schimmel und Gestank im Innenraum bleiben fern

1. Sie verlangsamt die Wärmeübertragung

Die Sonne scheint und das Dach deines Wohnmobils heizt sich langsam auf 80°C auf. In deinem Wohnmobil ist es noch nicht so heiß, angenehme 25°C. Wenn du jetzt keine oder nur eine dünne Isolierung hast, wird sich die Luft unter deinem Dach ganz schnell aufheizen und dein Camper Van verwandelt sich in eine Sauna. Mit einer gute Dämmung dagegen kannst du diese Wärmeübertragung verlangsamen.

Die Sonne geht langsam unter und es wird kälter draußen. Im Wohnmobil ist es noch gemütlich warm. Mit einer guten Isolierung bleibt das länger so als mit einer dünnen Isolierung.

Ohne Isolierung werden Temperaturunterschiede zwischen deinem Camper Van und der Umgebung schneller ausgeglichen: Es geht weniger Wärme weg, wenn es draußen kälter ist als im Bus; es kommt weniger Wärme rein, wenn draußen die Luft brennt.

 

2. Sie dient der Schalldämmung

Mit einer Dämmung wird dein Wohnmobil leiser sein während der Fahrt.

 

3. Sie verhindert die Bildung von Kondenswasser zwischen Blech und Innenausbau

Mit einer Isolierung an Decke, Boden und Seitenwänden, kann das Wasser nur noch an Fensterflächen kondensieren. Ohne eine Dämmung, kondensiert das Wasser auch am Blech. Die Nässe, die zwischen Blech und Innenausbau entsteht, kann Schimmel hervorrufen. Und offenen Blechstellen (beschädigtes oder unlackiertes Blech) rosten bei Kontakt mit Wasser. Es fängt irgendwann an zu müffeln.

Welche Eigenschaften muss das Dämmungsmaterial haben?

feuchtigkeitsabweisend

leicht

isolierend

robust

vibrationsstabil

biegsam

Welches Isolierungsmaterial eignet sich für den Selbstausbau?

Das einzige Material, was den Ansprüchen eines wackelnden, ruckelnden, vibrierenden Wohnmobil gerecht wird ist der X-Trem Isolator, Armaflex von Ammacell, K-Flex und andere ähnliche Produkte.

Steinwolle, Glaswolle, Styropor und Hanf eignen sich nicht. Hanf, Steinwolle und Glaswolle ziehen Wasser, dadurch entsteht Feuchtigkeit im Innenraum. Wenn du Feuchtigkeit im Auto hast, bilden sich Schimmel, Rost und Gestank.

Styropor, auch Polystyrol, ist starr, spröde, quietscht wenn die Platten aneinander reiben, kaum mechanisch belastbar und leicht entzündlich. Mineralwolle wie Glaswolle und Steinwolle sind nicht vibrationsstabil und fallen in sich zusammen, wenn das Wohnmobil bewegt wird. Damit ist die Dämmung lückenhaft.

Auch wenn im Hausbau bestimmte Isolierungsmaterialien eingesetzt werden, ist das kein Argument für die Verwendung im Wohnmobil. Ein Haus steht. Ein Wohnmobil fährt. Daher sind die Ansprüche an die Isolierung ganz andere.

Wenn du dich für Steinwolle und Glaswolle entscheidest, weil du einem anderen Blogger eher glaubst als mir, dann unbedingt als weiteren Schritt die Wolle luftdicht in Folien einschweißen. Dadurch sinkt die Wolle nicht ab und bildet keine Feuchtigkeit.

Gibt es ein ökologisches Isolierungsmaterial, was sich eignet?

Ja. Und zwar Kork. Kork ist atmungsaktiv: Feuchtigkeit wird aufgenommen und wieder abgegeben. Kork ist langlebig, schimmelfest, ungezieferresistent und ein nachwachsender Rohstoff. Für Kork musst du aber etwas tiefer in den Geldbeutel greifen.

Kork ist für eine Dämmung im Wohnmobil geeignet, wenn es mit einem Korklack vorbehandelt wird. Ohne Vorbehandlung wird Schimmel entstehen. Um Kork anzubringen, benötigst du einen Kleber wie den Korkkontaktklebstoff D3540 von Wakol.

Der Kleber darf nur bei bestimmten Temperaturen aufgetragen werden. Wenn du dich nicht an die Vorgaben hältst, kann es sein, dass dir die Korkplatte abfällt. Die Anbringung ist zeitintensiver, aber du brauchst keine Verkleidung, die bei herkömmlichen Dämmmaterialien nötig ist, anzubringen. Wenn du dein Wohnmobil mit Kork dämmst, solltest du täglich auf eine gute Durchlüftung achten.

Hagen von Nebendemweg hat einen sehr ausführlichen Blogbeitrag über die Verwendung von Kork im 4×4 Truck geschrieben. Es lohnt sich, hier mal vorbeizuschauen.

Leider ist Kork wirklich teuer. Und wenn du auf günstigere Angebote stößt, kann es sein das der Kork Schadstoffe enthält oder gestreckt ist. Falls du es dir nicht leisten kannst, bieten sich dir noch andere Gelegenheit dein grünes Herz zu stimulieren: Lege dir eine Trockentrenntoilette für dein Wohnmobil zu, nimm Kork als Boden und wähle Filz für deine Seitenwände.

Brauchst du eine Dampfsperre?

Wenn du dich für einen geschlossen porigen Schaum wie Armaflex oder X-Trem Isolator entscheidest, brauchst du keine Dampfsperre. Du brauchst nur eine Dampfsperre für Isolierungsmaterial, welches Wasser aufnehmen kann.

Wie gut ist Armaflex? Ein Vergleich mit X-Trem-Isolator

Das gängigste Material, welches bei DIY-Ausbauern verwendet wird, ist Armaflex von Armacell – ein Dämmmaterial hergestellt aus Naturkautschuk. Der X-Treme-Isolator von Reimo ist ein PE-Schaum, welcher aus Abfällen aus der Zuckerrohrherstellung produziert wird. Beide Materialien eignen sich sehr gut als Dämmmaterial in einem Wohnmobil.

Beide Materialien sind geschlossen-porig und wasserabweisend, was folglich eine Feuchtigkeitsaufnahme verhindert. Außerdem sind beide in verschiedenen Stärken, selbstklebend und nicht-selbstklebend erhältlich. Sie sind beide leicht zu verarbeiten, haben ein geringes Gewicht und eine hohe Wärmedämmung.

Die Unterschiede zwischen beiden Materialien liegen in ihrer Stabilität und Strapazierfähigkeit. Armaflex ist weicher, flexibler und instabiler als der X-Treme-Isolator. Armaflex lässt sich leicht um Rundungen und tiefe Mulden legen. Dafür ist die Oberfläche von Armaflex empfindlicher was äußere Einwirkungen angeht und reißt leichter ein. Der X-Treme-Isolator wird im professionellen Wohnmobilausbau verwendet. Während Armaflex eher von Selbstausbauern genutzt wird.  

Warum haben wir uns für den X-Trem-Isolator entschieden?

Auch wenn Armaflex der Platzhirsch unter den Isolierungsmaterialien, die von Selbstausbauern gewählt werden, ist, haben wir uns für den von X-Trem-Isolator entschieden. Uns hat die Stabilität bei gleichzeitig ausreichender Flexibilität in den Blechunebenheiten überzeugt.

Wir haben die selbstklebenden Variante gewählt, weil wir keinen Kleber auf Blech und Dämmmaterial auftragen wollten.

Achte darauf, dass du das Original kaufst. Fälschungen verbreiten einen fiesen Gestank, der sich auch nach dem Verkleben im Bus hält und bei hoher Sonneneinstrahlung hervortritt.

Wie dick muss die Isolierung sein?

Umso dünner die Isolierungsschicht ist, desto schneller geht die Wärmeübertragung von statten: Bei Temperaturunterschieden wird es schneller heiß oder schneller kalt im Wohnmobil.

Wir haben an großen Flächen der Seitenwände zwischen den Holmen 30 mm, auf den Holmen 20 mm, an den Radkappe 10 mm und an der Decke 40 mm isoliert. Und der Boden hat 20 mm bekommen.

Wenn du nicht so groß bist oder nicht unbedingt im Wohnmobil aufrecht stehen willst, mache den Boden ruhig dicker. Darüber freuen sich deine Füße. Oder die Decke dünner und den Boden dicker.

Dafür haben wir 10 mm und 20 mm starke X-Trem Isolator Platten verwendet. Für die erste Isolierungsschicht an den Seiten und an der Decke haben wir 20 mm Extreme Isolator benutzt und diesen auf die Größe der Flächen zwischen den Holmen zugeschnitten. Auf die Holme haben wir 10 mm X-Trem Isolator geklebt. Für die zweite Schicht Isolierung haben wir 20 mm X-Trem Isolator über die gesamte Fläche geklebt.

Wieviel Dämmmaterial brauchst du?

Du misst die Flächen (Boden, Decke, Seitenwände) deines Kastenwagen aus. Höhe mit Breite multiplizieren, so erhältst du die Quadratmeter. Die Quadratmeter addieren, nochmal zwei Quadratmeter drauf schlagen, und schon weißt du wieviel du brauchst.

Müssen die Hohlräume aufgefüllt werden?

Nein. Du kannst sie auch gar nicht auffüllen. Außer du verwendest einen Bauschaum. Aber dieser zieht über die Zeit Wasser und quillt. Und das macht die Karosserie deines Camper Van kaputt. Lass die Finger von PU Schaum. Es wird gerne verwendet, um Hohlräume zum Beispiel hinter den Holmen zu füllen. PU-Schaum härtet stark aus, was ein quietschendes Geräusch bei Bewegung des Fahrzeuges zur Folge hat. Und der Schaum dehnt sich um das Zweifache aus und kann so das Blech unschön ausbeulen, Blechpartien auseinanderdrücken, Kabelzüge und Leitungen verformen oder blockieren. Die Hohlräume werden luftdicht isoliert. Ohne aufgefüllt zu werden.

Wo gibt es Schwachstellen in der Dämmung des Wohnmobils?

Die Schwachstellen der Isolierung sind die Fenster. Aber deswegen keine Fenster im Wohnmobil haben? Nein, auf gar keinen Fall. Die Fenster sind wichtig für Licht und Durchlüftung. Du kannst dir Thermomatten für dein Fahrzeugmodell besorgen. Die Abdeckung der Frontscheibe mit einem Sonnenschutz bringt richtig Punkte an heißen Tagen: Der Innenraum deines Camper Van wird einfach nicht so verflucht heiß.

Wie und wo bringst du die Isolierung an?

von Staub und Fett befreien

Decke

ausmessen und zuschneiden


Seitenwände, Radkästen

anbringen

Boden

 

Die Arbeitsschritte für die Isolierung sind klar: reinigen, zuschneiden, kleben. Und doch ist die Umsetzung heikel und oft von vielen Fragezeichen über dem Kopf geprägt. Zunächst werden alle Flächen gereinigt. Mit einem trockenen Lappen können Staub und anderer Dreck entfernt werden. Danach verwendet man am besten ein fettlösendes Mittel – wir haben eine Alkohollösung gewählt – mit welchem man erneut alle Fläche reinigt. Im nächsten Schritt wird das Isolierungsmaterial – wir haben uns für den selbstklebenden Extreme Isolator von Reimo entschieden – zugeschnitten. Wenn der Zuschnitt passt wird das Isolierungsmaterial auf die gereinigten Flächen geklebt. Um besser der Schmutz entfernt wurde, desto besser hält auch die Isolierung an der Karosserie.

 

  1.  Material kaufen – selbstklebend oder mit Kleber

Wenn du das erste Mal einen Camper ausbaust, eignet sich selbstklebendes Isolierungsmaterial. Aber wenn du Erfahrung hättest, würdest du wahrscheinlich nicht meinen Artikel lesen. Selbstklebendes Material ist unkompliziert anzubringen. Du hantierst nur mit der Isolierung und nicht noch mit einem Kleber, den zu erst auftragen musst.

 

2. Von Staub, Dreck und Fett befreien

Die Oberfläche können das Isolierungsmaterial nur halten, wenn sie trocken, staub-, dreck- und fettfrei sind. Also erst mal alles säubern und zum Schluss mit einer Alkohollösung die Flächen abwischen.

 

  1. Ausmessen und zuschneiden

Einen Transporter zu isolieren ist Fummel Arbeit. Messe den Bereich den du isolieren willst aus, nimm ein scharfes Cutter Messer oder Messer (wie von Opinel) und schneide die Isolierungsplatte mit den ausgemessenen Maßen zu. Als Tipp benutze scharfe Klingen.

 

  1. Isolierung anbringen

Es ist wichtig, dass du das Material ohne Luftblasen zwischen Blech und Isolierung, also luftdicht, anbringst. Gib dir Mühe! Jede Luftblase führt zu Feuchtigkeitsbildung, da hier das Wasser kondensieren an, wenn sich die Temperaturen ändern.

Ein wenig Folie lösen, an die Fläche kleben, die isoliert werden soll und dann langsam etwas mehr Folie abziehen und das Dämmungsmaterial ordentlich und fest an die Karosserie drücken. Mach dir kein Stress: Du kannst nicht jeden kleinste Fläche und auch nicht alle Hohlräume isolieren.

Die Isolierung muss auf dem Blech luftdicht aufgebracht werden. Es darf kein Hohlraum zwischen Isolierungsmaterial und Karosserie geben. Bevor du isolierst, müssen die Flächen von Dreck befreit und mit Alkohol abgewischt werden. Isoliert wird zwischen den tragenden Strukturen – die Holme, die in den Raum ragen – angebracht. Auf die Holme kommen Holzbalken, die ebenfalls isolierend wirken.

Zwischen dem Isolierungsmaterial kommt Holz, das auch eine isolierende Wirkung hat. Der einzige Kontaktpunkt nach draußen ist somit die Schraube.

Unsere Bewertung nach der Isolierung

Wir fanden Armaflex nicht robust genug. Für die Rundungen, die wir im Transporter isoliert haben, hat die Biegsamkeit des X-Trem-Isolator ausgereicht. Die Selbstklebende Fläche hält sehr gut am Blech und die Anbringung war einfach.

Wir sind nun seit 1,5 Jahren mit dem Bus unterwegs. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Wahl für die Isolierung. Außer dem Boden würden wir mindestens  eine 3-cm-dicke Isolierung verpassen.

Zuvor hatten wir einen Bus, der sehr schlecht isoliert war. Daher wissen wir wie wertvoll eine gute Isolierung ist. Es zieht weniger. Es ist weniger Feuchtigkeit im Bus. Es bleibt länger warm, wenn Abends die Sonne untergeht und es draußen kalt wird.

Zusammenfassung (Infografik)

That’s the shit – Trockentrenntoilette für den Camper Van

That’s the shit – Trockentrenntoilette für den Camper Van

That's the shit! Trocken-trenntoilette im Camper Van

Infos, die du brauchst. Erfahrungen, die dir helfen.

Du möchtest keine große Dusche mit eingebauter Toilette im Camper haben. Du möchtest den Platz lieber für etwas anderes nutzen. Aber ohne Toilette im Wohnmobil auf Reisen zu gehen, kannst du dir auch nicht vorstellen. Du willst schließlich nicht ständig auf der Suche nach einer Toilette sein oder immer im Wald kacken gehen.

Es gibt eine kleine feine Lösung: eine Trockentrenntoilette/Komposttoilette. Diese sieht unauffällig und schick aus, kann als Hocker oder Ablage verwendet werden und gibt es als Bausatz zu kaufen. Und wenn du ein größeres Wohnmobil hast, lohnt sich eine Trockentrenntoilette mit Rührwerk.

Du bekommst eine grüne und saubere Lösung für dein Problem vorgestellt. Ich teile unsere Erfahrungen mit dir und stelle dir die wichtigsten Informationen im Überblick dar.

 

 

Was ist eine Kompost-/ Trockentrenntoilette?

Das ist eine Toilette, die ohne Wasser funktioniert. Anstatt zu spülen wie bei einer Wandtoilette mit Spülkasten, streust du zum Beispiel Sägespänne über dein Geschäft. Der Urin wird vom Kot in getrennten Behältern aufgefangen. Das Streu nimmt Wasser auf. So bleibt das Feste – im besten Fall ist das auch fest – trocken und riecht weniger bzw. gar nicht. Das kann dann als Kompost verwendet werden. Oh ja, das klingt nicht nur nach Ökotoilette, das ist auch eine.

Und diese Art von Toilette eignet sich auch für dein Wohnmobil. So eine Trockentrenntoilette im Wohnmobil bedeutet mehr Autarkie, mehr Freiheit und mehr Unabhängigkeit.

Was hat uns zur Trockentrenntoilette geführt? Eine kleine Anekdote

Wir sind auf unserer ersten längeren Reise mit Camper Van oft in der Natur auf Toilette gegangen. Manchmal haben wir auch unseren Kackstuhl aus Holz benutzt, der hat den Toilettengang im Freien annehmlicher gemacht. Tiefes Hocken ist nicht für jeden Menschen etwas.

So sah dann der tägliche Gang aus: mit Schaufel und Klopapier losziehen, einen geschützten Platz suchen, ein Loch schaufeln, über dem Loch richtig Platz nehmen – dass auch alles im Loch landet, abwischen, benutztes Papier mitnehmen und in einen Mülleimer werfen.

Die Herausforderung bestand definitiv darin ein tiefes Loch buddeln zu können, weil der Untergrund stimmen muss: lockere Erde ist ein Traum, fester trockener Boden ist eine Katastrophe. Alles dazwischen geht. Auch bei tieferen Temperaturen kann der Gang nach draußen unangenehm sein. Aber ganz ehrlich, mein schönsten Kackerlebnis hatte ich in Georgien bei 5 °C: in einem Tal in der Nähe vom höchsten Berg des Kaukasus. Die Sonne kam gerade über die Hügel gekrochen, im Hintergrund rauschte der Wasserfall und ich saß auf unserem Holzkackstuhl und hab meinen Atem gesehen. Boah!

All das war kein Problem. Denn wir haben häufig frei, mitten im Nirgendwo geparkt. Und wenn das nicht der Fall war, haben wir öffentliche Toilette besucht oder haben die Gelegenheit genutzt, um in einem Café etwas zu trinken.

Auf unserer Reise durch Italien war diese Vorgehensweise unmöglich. Wir standen fast täglich vor der Frage, wo wir denn auf die Toilette gehen. Also haben wir häufiger auf Campingplätzen geschlafen oder waren in Cafés etwas trinken. Manchmal gab es auch öffentliche Toilette an Stränden.

Wir mussten umdenken und haben recherchiert. Wir haben das Unternehmen Kildwick gefunden. Sie hatten zu diesem Zeitpunkt eine einzige Trockentrenntoilette für Wohnmobile im Angebot: die MiniLoo. Heute gibt es noch drei weitere Versionen. Das war unsere Rettung. Leider kam sie nie an.

In Deutschland haben wir einen zweiten Versuch gestartet. Seit einem Jahr besitzen wir also die MiniLoo Trockentrenn- /Komposttoilette von Kildwick.

Was spricht für eine Trockentrenn-/Komposttoilette?

Du brauchst keine Chemie zu verwenden. Das bedeutet mehr Unabhängigkeit im Urlaub und im Vanleben, da du keine Entsorgungsstation anfahren musst. Du auch keine schädliche Chemiekalien besorgen.

Du sparst Wasser. Dein Wasserfußabdruck wird sich enorm senken: Ist eine Kassettentoilette im Wohnmobil eingebaut, verbraucht diese bei zwei Personen fünf bis sechs Liter pro Tag Wasser für die Spülung. Was für eine Verschwendung?!

Auch für dein grünes Bewusstsein ist eine Trockentrenntoilette hilfreich. Denn es muss kein verunreinigtes Schwarzwasser in der Kläranlage wieder aufbereitet werden.

Du verzichtest auf komplizierte Entleerungen. Du sparst Zeit, da die Suche nach Entleerungsstationen wegfällt. Und du gewinnst Zeit, da du teilweise weniger häufig entleeren musst.

Und was spricht gegen eine Trockentrenntoilette? Für mich spricht nicht wirklich etwas dagegen. Die Vorteile überwiegen in meinen Augen. Aber es gibt eventuell Dinge, die du wissen solltest oder die den ein oder anderen stören.

Du brauchst Beutel und Einstreu, das musst du im Wohnmobil irgendwo unterbringen. Wenn du Durchfall oder weichen Stuhlgang hast, brauchst du mehr Einstreu. Die Trennung von Urin und Feststoff ist für Frauen manchmal nicht 100% möglich. Wenn du sie in der Kabine haben willst, musst du sie selbsteinbauen oder einbauen lassen, da es bisher noch keine Wohnmobile mit fertig eingebauten Trockentrenntoilette gibt.

Wie ist das mit einer Trockentrenntoilette im Bus? Unsere Erfahrungen

In unserem Camper Van – ein Fiat Ducato L4H2 – steht die Toilette mitten im Raum und fungiert auch als Ablage. In anderen Wohnmobilen gibt es Toilettenkabinen. Hier kannst du eine Trockentrenntoilette einbauen. Falls du dein Wohnmobil selbst ausbauen möchtest, hast du die Möglichkeit eine Trockentrenntoilette mit Kabine einzuplanen.

Womo.blog zeigt dir, wie du eine Kassettentoilette ausbaust und eine neue Trockentrenntoilette einbaust. Und beim Womoguide erfährst du, wie eine Trockentrenntoilette in einen Kastenwagen eingebaut werden kann.

Wir haben keine Kabine und keine Tür, die du verschließen kannst. Wir sitzen mitten im Raum unseres Wohnmobils, kacken und pinkeln. Manchmal während die anderen frühstücken. Wenn du allein bist, ist das eine wundervolle Sache. Aber es kann eventuell für den ein oder anderen unangenehm sein, wenn jemand dabei ist. Unsere Toilette ist nicht fest. Wir könnten sie also auch nach draußen stellen. Wir könnten mit Blick aufs Bergmassiv oder aufs Meer unser Geschäft erledigen. Das klingt doch nach was, oder? Wir haben das nie gemacht.

Die fast leere Klopapierrolle anstarren und das Risiko abschätzen, ob einmal kacken noch drin ist. Leben am Limit.

lustige Zitate

Ich finde die Trockentrenntoilette klasse. Philipp sieht sie eher als Notlösung an. Er mag den Gedanken nicht, dass die Toilette neben der Küche oder dem Esstisch steht. Er empört sich über den Geruch, wenn ich auf der Toilette sitze. Das sorgt aber auch für gute Stimmung, da wir herzlich darüber lachen können. Wenn der Deckel zu ist, riecht es nicht mehr. Vorausgesetzt es ist genug Einstreu drin.

Es ist eine geniale Alternative zur klassischen Chemietoilette, die in herkömmlichen Wohnmobilen eingebaut ist. Mit einer Trockentrenntoilette haben wir eine bequeme und saubere Lösung für unser Toilettenproblem gefunden. Denn wenn es mal dringend ist oder es keinen geeigneten Ort gibt, können wir im Wohnmobil auf die Toiletten gehen, ohne Wasser zu verbrauchen oder Chemikalien nutzen zu müssen.

Wir haben allerdings selten komplett geruchsfrei gelebt. Aber das hängt vielleicht auch mit meinem etwas weicheren Stuhlgang zusammen. Uuups, vielleicht zu viel Information für dich? Sei froh, dass ich nicht mehr ins Detail gehe 😉. Und auch beim Pinkeln kam ab und zu Urin in den Feststoffbehälter. Außerdem waren wir mit dem Einstreu sparsam. Wer das besser hinbekommt und einen gut arbeitenden Darm besitzt, hat damit bestimmt weniger Probleme.

Warum haben wir uns für diese Variante und für Kildwick entschieden?

Wir haben uns für die MiniLoo von Kildwick entschieden, weil wir wenig Platz haben. Eine kleinere Variante wollten wir nicht, weil wir vier Personen sind. Wir haben einen Vorteil darin gesehen die Toilette als zusätzliche Ablage oder Hocker benutzen zu können. Wir haben kein Problem die Toilette regelmäßig nach zwei bis vier Tagen zu entleeren. Kildwick produziert in Deutschland, was uns gefällt. Und die MiniLoo sieht schick aus und ist unauffällig. Kaum einer hat sie je wahrgenommen: „Wo ist eigentlich eure Toilette?“.

Wie funktioniert es und was ist zu beachten?

Beutel rein. Etwas Einstreu rein. Rauf setzen. Drücken. Abwischen. Papier rein oder in eine Mülltüte. Einstreu rauf. Wenn es etwas flüssiger war, dann etwas mehr Einstreu benutzen. Deckel zu. Nach ein paar Tagen entleeren und kurz säubern. Neuer Beutel rein. Und von vorne beginnen. Wenn du eine Trockentrenntoilette mit Rührwerk kaufst, kannst du auf die Beutel-rein-Beutel-raus-Nummer verzichten.

Reinigungsmittel

Zum Reinigen verwendest du am besten wenig aggressive Reinigungsmittel. Du kannst zum Beispiel eine Essig-Wassermischung nutzen. Oder du verwendest den Rote Beete Reiniger von Kildwick. Andere ökologische Reinigungsmittel gehen auch.

Entleeren und säubern

Regelmäßig entleeren und sauber machen. Auch den Container für den Urin darfst du gerne nach jeder Entleerung mit Essigwasser ausspülen. Das verhindert die Bildung von Urinstein, der teilweise hartnäckig ist und Übel riecht. Wenn du die Toilette länger nicht benutzt, auf jeden Fall vorher entleeren und säubern. Ansonsten erwarten dich beim nächsten Toilettengang üble Gerüche und eventuell Schimmel.  

Bei Toiletten mit Rührwerk musst du weniger häufig entleeren. Hier geht es auch darum den Inhalt der Toilette zu kompostieren. Manchmal ist hier eine Entleerung erst nach Wochen nötig.

Den Urinkanister kannst du in jeder Toilette oder Entsorgungsstation entleeren. Der Beutel mit deinen Fäkalien und Einstreu darfst du in den Hausmüll, in Restmülltonnen oder in öffentlichen Mülleimern entsorgen.

Zum Entleeren von Trockentrenntoilette mit Rührwerk musst du die Toilette fast komplett zerlegen und herausnehmen. Zwar erst nach Wochen aber der Aufwand bleibt. Wohin damit? Auf einen Kompost oder in die Restmülltonne.

Einstreu

Jedes Einstreu in der untenstehenden Liste saugt Wasser auf und bindet Gerüche. Das eine etwas mehr als das andere. Manche haben besondere Eigenschaften und eignen sich sehr gut zum Kompostieren.

Kleintierstreu und Sägespänne

  • leichtes Material
  • überall erhältlich
  • sorgt für eine gute Durchlüftung
  • mittelgroße Holzhobelspäne, nicht zu klein oder zu fein verwenden

Rindenmulch

  • sehr gute Geruchsbindung
  • für schnelle Kompostierung
  • sondert Duftstoffe ab
  • sehr gute Geruchsbindung
  • unattraktiv für Fliegen

Kokosfasern

  • fördert Kompostierung
  • oft bei Modellen mit Rührwerk verwendet
  • für Modelle ohne Rührwerk weniger geeignet, da sie eine Mono-Struktur bilden
  • unwahrscheinlich gut saugfähig
  • nachhaltig, weil sie ein Nebenprodukt der Seilherstellung sind
  • werden aber oft
  • bauen sich langsam ab und bilden schlechten Humus

trockener Kaffeesatz

  • nur eine Zwischenlösung so viel Kaffee kann gar nicht getrunken werden aber man verwendet es wieder
  • bindet Feuchtigkeit und Gerüche

Humus oder Erde

  • natürliche Unterstützung der Kompostierung
  • für Gartenhäuschen oder Tiny House ideal
  • nur für Wohnmobile verwendbar, wenn keine Müllbeutel benutzt werden, wird schwer weshalb ein Beutel reißen könnte

biologischer Katzenstreu

  • besteht aus pflanzlichen Materialien
  • wird manchmal schwer daher kann der Müllbeutel reißen
  • Nicht-biologisches Katzenstreu muss in der Restmülltonne entsorgt werden

Einstreu extra für Trockentrenntoiletten

  • Biolan, Rindenschot, Kackpulver von Goldeimer, Miscanthus-Streu von Kildwick
  • sind für Kompostierung ausgelegt

Streu welches Kompostierungsprozess unterstützt brauchst du eigentlich nicht wenn du nicht vor hast deinen Stuhlgang zu kompostieren. Trockentrenntoilette ohne Rührwerk sind nicht für das Kompostieren vorgesehen.

Wo kannst du eine Trockentrenntoilette kaufen?

Die Variante, die wir haben – also eine Trockentrenntoilette ohne Rührwerk in einem schicken Holzkasten verpackt – gibt es bei Kildwick als Bausatz, oder auch bei Trelino und Trobolo. Andere Anbieter wie Nature’s head, Separett und Biolan bieten Trockentrenntoiletten mit Rührwerk an.

Falls du dich für eine Trockentrenntoilette von Kildwick mit handgemaltem Design interessierst, dann schau bei Vanlust rein. Eine Bauanleitung liegt bei.

Wenn du die Preise siehst, fällst du vielleicht vom Hocker. Ja, Trockentrenn-/ Komposttoiletten sind neu nicht günstig zu kaufen. Der Preise variieren grob zwischen 500 und 1200 Euro. Der Kauf lohnt sich, jedoch.

Was musst du beim Kauf bei Kildwick beachten?

Du brauchst das Spillguard Kit. Das ist ein Deckel für den Urinkanister, der schützt vor unangenehmen Gerüchen und vorm Auslaufen. Du brauchst Streu. Das Streu unterbindet den Geruch. Verwende ausreichend davon, dass erst gar keine Gerüche entstehen.

Falls, doch Gerüche entstehen, kannst du einen 5 V Lüfter dazu kaufen. Diesen kannst du mit dem Solarpanel betreiben. Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir so die Komposttoilette hätten fest installieren müssen. Mit Kabel und Lüftungsrohr wäre sie unflexibel gewesen. Und wir wussten auch nicht, wohin wir hätten entlüften sollen.

Du brauchst Mülltüten. Und zwar mit einem Fassungsvolumen von 30 Liter. Kildwick und andere Anbieter stellen hier kompostierbare Tüten bereit. Stinknormale Plastiktüten funktionieren auch. Wenn du das komplette Öko-Toiletten-Set haben möchtest, wählst du die kompostierbaren Tüten 😉.

Die Trockentrenntoiletten von Kildwick gibt es als Bausatz. Das heißt du darfst sie zu Hause zusammen bauen. Im Paket liegt eine Bauanleitung. Puh, Glück gehabt!

Zusammenfassung

Wir leben und arbeiten im Wohnmobil. Was zur Hölle aber ist Vanlife?

Wir leben und arbeiten im Wohnmobil. Was zur Hölle aber ist Vanlife?

Wir leben und arbeiten im Wohnmobil. Was zur Hölle aber ist Vanlife?

Juli, 2021

Wir haben ein dänischen Pärchen in Barril de Alva in Portugal getroffen. Dänen in Portugal? Ja tatsächlich. „Why do you do Vanlife?“ hatte sie uns neugierig gefragt. Ah, Vanlife. Ja, klar. Äääh, ich dachte, wir leben gerade einfach nur in einem Wohnmobil.

Was ist Vanlife - eine Infografik

Was ist Vanlife?

Vanlife ist eine neue Form des Lebens: du lebst, reist und arbeitest in einem Wohnmobil. Foster Huntington hat es vor und bekannt gemacht. Er ist in einen Van gezogen, um sich dem täglichen Alltagsstrapazen zu entziehen und als digitaler Nomade zu leben. Und mit Internet, was fast überall verfügbar ist, und dem etablierten digitalen Leben, ist es auch möglich online Geld zu verdienen. Du lebst on the road und arbeitest während du reist.

Vanlife ist Kultur, Lifestyle und Community, Minimalismus und Mobilität. Vanlife ist ein Ausweg und eine Bewegung. Und in den Sozialen Medien wird es mit dem Hashtag #vanlife dokumentiert. Menschen erzählen in Bildern und Texten vom Vanlife mit ihren Hunden und fotografieren ihre Camper, die an steilen Küstenstreifen, mitten in den Bergen oder unter hohen Bäumen geparkt sind. Vanlife wird digital gelebt – romantisches Lagerfeuer auf dem Camping Platz war gestern – und Gleichgesinnte finden sich über digitale Plattformen. Soo verrückt und doch Teil unserer heutigen Welt! Der Camper Van ist dein zu Hause und home is where you park it. Vanlife ist mehr als Urlaub, mehr als Camping aber Reisen und Camping gehören dazu.

Du willst das auch? Ich sage dir was du dafür brauchst.

Was brauchst du für Vanlife?

  1. # 01 | Ein Wohnmobil

Ein fertiges Wohnmobil wie es die Rentner gerne fahren, eines dieser Monster Wohnmobile, mit denen Leute durch die Wüsten der Welt fahren, ein Kastenwagen oder einen hippen VW-Bus. Alles geht. Hauptsache es passt zu dir, deinen Bedürfnissen und deinem Budget.

Wir leben und arbeiten in einem Kastenwagen (Fiat Ducato L4H2, Baujahr 2016), den haben wir gebraucht bei mobile.de gefunden und selbst ausgebaut, was ungefähr 7 Monate gedauert hat. Nach unserer dreimonatigen Italien Reise haben wir jedoch noch einige Dinge verbessert und nachgerüstet. Der Kastenwagen ist knapp unter 6 Meter lang und hat Stehhöhe – Philipp ist 1,83 m lang. Für unsere Bedürfnisse reicht dieses Modell von Fiat völlig aus. Du wunderst dich? Ja, du erinnerst dich richtig wir sind zu viert und teilen uns 10 qm.

Wir schlafen alle in einem Bett, haben Drehbare Sitze, eine Sitzbank, einen klappbaren Tisch, eine Solaranlage auf dem Dach, eine Marquise, eine Küche, eine Spielhöhle und Stauraum unterm Bett. Wieso haben wir uns für diesen Kastenwagen für unser Vanlife Projekt entschieden? Diese Größe ist nicht zu klein und nicht zu groß. Wir können damit in Städten herumgurken. Passen durch enge Straßen, finden damit einen Parkplatz und zahlen PKW-Tarife auf Fähren: Wir finden das ist ein perfekter Camper für eine Familie mit Baby und Kleinkind.

 

  1. # 02 | Time off

Wie schaufelst du dir nun Zeit dafür frei? Du kannst ein Sabbatical nehmen. Du hast ein Baby? Dann kannst du in Elternzeit gehen und das bis zu drei Jahre. Das erste Jahr davon bekommst du Elterngeld, das reicht dir und deiner Familie wahrscheinlich nur wenn du eure Wohnung, euer WG-Zimmer oder Haus untervermietest. Menschen, die in Deutschland leben, haben das Glück, dass sie Elterngeld beziehen dürfen. Deutschland klopft sich dafür auf die Schulter. Unnötigerweise. Denn das Elterngeld ist an das Einkommen gekoppelt: du hast wenig verdient also erhältst du wenig Elterngeld; du hast viel verdient also bekommst du mehr. Ein gleich hoher Betrag für alle, völlig unabhängig von Einkommen, würde den Familien und Kindern zu Gunsten kommen. Und dann bitte auch ein Geldbetrag von dem Familien leben können. Aber so weit ist Deutschland noch nicht. Ein anderer Weg sieht so aus: Du kündigst deinen Job, wirst selbstständig und verkaufst dein Zeug. Bam! Auch das machen Menschen.

Wir haben mit einem Jahr Elternzeit angefangen – ich hatte zwei Monate und Philipp 12.  Danach haben wir fast zwei Jahre in Deutschland gelebt und sind dann wieder in Elternzeit gegangen: Gleiches Schema wie bei Anton. Außer das wir auf drei Jahre verlängert haben. Und nun haben wir uns entschieden auszusteigen und uns abzumelden: Wohnmobil statt Wohnung. Dauerhaft oder bis wir kein Bock mehr haben.

 

  1. # 03 | Ortsunabhängiges Einkommen

Du willst nicht an deine Ersparnisse ran. Oder deine Arbeit stresst dich und macht dir kaum noch Spaß. Vielleicht möchtest du auch einfach nur weniger arbeiten. Dann ist ein skalierbares ortsunabhängiges Einkommen das richtige für dich.

Wir verdienen unser Geld online: Philipp gibt Webinare, produziert Videos für Online-Kurse und hilft bei der Weiterentwicklung des Coaching-Programms. Ich schreibe, fotografiere, designe und berate. Unsere Arbeitszeiten können wir flexibel gestalten. Wir sind nicht darauf angewiesen 40 Stunden die Woche zu arbeiten. Es gibt viele verschiedene Dinge, die du ortsunabhängig anbieten kannst.

Es geht auch anders. Du kannst ein Unternehmen aufbauen, was du von überall aus managen kannst. Du bist der Chef oder die Chefin, behältst alles im Überblick und verteilst die Arbeit an dein Team. Vielleicht kannst du besonders gut Smoothies machen und diese auf Festivals verkaufen. Du bist kreativ und handwerklich geschickt: Dann kannst vielleicht aus Muscheln und Steinen Schmuck herstellen, den du vor deinem Camper Van verkaufst. All diese Varianten haben wir auf unserer Reise durch Portugal kennengelernt.

 

  1. # 04 | geringere Ausgaben

Wenn du deine Ausgaben reduzierst, kannst du weniger arbeiten und trotzdem ein angenehmes Leben führen. Wie kannst du Geld sparen? Du kannst deine Wohnung, dein WG-Zimmer oder dein Haus untervermieten oder ganz ausziehen. Wenn Dinge kaputt gehen, kannst du sie reparieren. Auch bei Windeln kannst du Geld sparen: Du benutzt Wegwerfwindeln, dann kannst du auf Stoffwindeln wechseln. So kannst du deine Ausgaben wirklich stark reduzieren. Wenn du insgesamt weniger konsumierst, gibst du im Monat weniger Geld aus: Du kannst deine Abos – Netflix und Co – kündigen, weniger rauchen, weniger Alkohol trinken, weniger Essen gehen und mehr selbst kochen. Und wenn du unterwegs bist, kannst du wild stehen, bei Farmen anfragen oder bei workaway mitmachen.

Vanlife Familie

Familie und Vanlife, geht das? Kann man mit Baby und Kleinkind in einem Wohnmobil leben?

Ja, klar. Das geht. Du kannst mit deiner Familie in einem Camper leben, dauerhaft oder für eine gewisse Zeit. Du bist unterwegs und doch zu Hause. Du kannst auf Überflüssiges verzichten und nichts wird dir fehlen. Du lernst fremdes kennen und fühlst dich vertraut. Wenn es dir nicht gefällt, ziehst du weiter und dein Nest zieht mit. Es ist einfacher als du es glaubst. Am besten ist es wenn du noch mit anderen Familien zusammen an einem Ort stehst.

Wie ist das Leben mit Baby und Kleinkind im Van?

Cool. Alltäglich. Flexibel. Spannend. Neu. Stressig. Anstrengend. Einfach. Lustig. Dreckig. Kompliziert. Spaßig. Und nie Bilderbuch mäßig. Und auch nicht romantisch. Ein Baby hat weiterhin schwierige Tage und Wochen. Es schläft immer noch nicht durch und bekommt Zähne. Es entwickelt sich und wächst. Und auch ein Kleinkind stolpert von einer Autonomiephase in die nächste.

Was ist denn nun anders? Ich bin als Frau nicht allein damit. Ich bekomme als Frau Zeit zu arbeiten – obwohl ich in Elternzeit bin – weil Philipp tagsüber da ist und er die Kinderbetreuung übernehmen kann. Wir haben kaum Termine und fühlen uns weniger gestresst: Entspannte Eltern, entspannte Kinder. Unser Leben ist vielfältiger und spontaner. Wir können unsere Tage nach unseren Bedürfnissen gestalten und haben trotzdem eine Struktur – Frühstück, Mittagessen, Mittagsschlaf, Abendessen. Wir können Merle und Anton nach unseren Vorstellungen in ihrer Entwicklung begleiten und fördern. Sie sehen die Welt und erleben Natur täglich.

Unser Vanlife-Alltag in Bildern

Was machen die Kids im Camper, wenn das Wetter schlecht ist?

Regensachen anziehen und rausgehen. Im Bus spielen: Puzzeln, Autos sortieren, mit Duplo bauen, Bücher anschauen, vorgelesen bekommen, mit den Magnetbuchstaben spielen, toben, turnen, rausgucken, essen, trinken, malen, basteln, kleben, schneiden, die frisch zusammen gelegte Wäsche auseinandernehmen, sich streiten, rangeln, Seile knoten…und wenn das Wetter mehrere Tage schlecht bleibt – so ein fieser Dauerregen eben – fahren wir weiter.

Vanlife bei Regen
Vanlife bei Regen

Womit spielen eure Kinder unterwegs?

Sie spielen mit dem was sie finden und mit den Dingen, die wir dabeihaben. Es kommt auch darauf an, was der Ort, an dem wir sind, hergibt. Gibt es zum Beispiel eine Rampe, würde Anton unsere Autos rausholen und diese die Rampe runterfahren lassen. Gibt es einen Weg ohne Hubbel, werden die Skateboards und das Puky rausgeholt. Und wenn es etwas zu sammeln gibt, fängt Anton an Steine, Blätter und Früchte in eine Schüssel zu legen, Haufen zu bauen oder auch alles direkt in den Camper Van zu schaffen. Merle macht das meistens nach. Und das Fahrrad ist inzwischen im Dauereinsatz, da die Qualität des Weges nicht mehr so wichtig ist für Anton. Er fährt überall: über Wiesen, über Sandwege, über Wurzeln… Oder sie spielen mit den Bällen, die wir mithaben. Oder auch Frisbee…  

Haben Kinder mehr Spaß, wenn man einen Campingplatz anfährt, oder können sie sich eher beim Freistehen so richtig entfalten?

Ich denke, das ist egal. Sie haben Spaß, wenn sie sich sicher fühlen, und das ist meisten abhängig davon, ob sich die Eltern wohl fühlen und entspannt sind. Viel wichtiger ist es, ob es in der Nähe noch etwas zu entdecken gibt wie zum Beispiel einen Fluss, einen Spielplatz, einen Strand, einen See, eine Stadt, einen Feldweg, einen Wald, ein Restaurant, welches das Lieblingsessen der Kinder serviert.

Vanlife mit Familie

Was sind Vorteile für Kinder, wenn sie in einem Wohnmobil leben?

  1. # 01 | Kinder sind viel draußen.

Der Schritt nach draußen ist viel kürzer. Sobald du die Tür vom Wohnmobil aufmachst, besonders dann, wenn du eine Schiebetür hast, fällst du fast raus. Und die Hürde den Schritt auch zu wagen ist niedriger. Das Vorhaben doch wenigstens einmal am Tag frische Luft geschnuppert zu haben fällt völlig weg. Nachdem Frühstück wollen Anton und Merle fast immer direkt raus.

 

  1. # 02 | Kinder erleben Natur. Jeden Tag. Ohne Aufwand.

Klar, dein Wohnort liegt vielleicht im grünen und ist umgeben von Wald, Seen und Flüssen. Aber wenn ich an unseren letzten Wohnort denke. Puuuh! Da fällt mir nur Asphaltwüste, endlose Hauswandreihen, Spielplätze, auf denen Jugendliche mit Joint und Bier rumlungern, und Gehzone – immerhin! – ein. Wenn wir mit dem Camper Van unterwegs sind, sehen, hören, fühlen und riechen wir Natur. Und fast alles landet im Wohnmobil – auch gesammelte Schnecken. Ja, wir sind der Natur viel näher, weil wir mittendrin sind und uns wieder als Teil von ihr verstehen.

    1. # 03 | Kinder lernen verschiedene Orte und Menschen kennen. Und schlafen dabei immer im gleichen Bett.

    Du hast bestimmt schon davon gehört, dass viele Ortswechsel einem Kind nicht guttun. Ja stimmt auch, wenn du von Hotel zu Hotel ziehst und das fast jeden Tag. Das macht auch uns Erwachsene ganz kirre. Mit Wohnmobil lässt sich dieses „Problem“ einfach lösen. Der Schlafplatz für ein Baby und Kleinkind ist der gleiche: das Bett im Wohnmobil mit den gleichen Kissen, den gleichen Kuscheltieren und den gleichen Decken, und dem gleichen dreckigen Bettlacken, weil mal wieder jemand mit Schuhen raufgeklettert ist oder den Sand vom Strand mitgebracht hat.

     

    1. # 04 | Kinder sind dem natürlichen Licht stärker ausgesetzt.

    Es gibt wenig künstliches Licht, weil sie viel mehr draußen sind.

    wie Vanlife funktioniert infografik

    Und was sind die Vorteile für Eltern?

    1. # 01 | Draußen sind Kinder einfacher zu beschäftigen bzw. beschäftigen sich einfacher von selbst.

    Es gibt bestimmte Spiele, mit denen können sich Kinder besonders lange und selbstständig beschäftigen. Dazu gehören das Spiel mit Wasser, das Spiel mit Sand, das Spiel Steine-in-den-Fluss-werfen. Für mich ist es auch einfach wenn wir die Gegend erkunden: Anton fährt Fahrrad und ich laufe mit Merle oder trage sie. Oder wenn es einen See, einen Pool oder ein ruhiges Meer gibt, gehe ich mit Anton, der sich mit seinen Schwimmflügeln allein über Wasser halten kann, schwimmen. Merle kommt mit, wenn sie möchte.

     

    1. # 02 | Wir lernen Gleichgesinnte kennen.

    Auf der ersten Reise durch Südosteuropa, Georgien, Armenien und Iran war das eher nicht der Fall und auch noch nicht so notwendig. Auch auf dem Trip durch Italien haben wir nur wenige getroffen, die im Wohnmobil leben oder als Familie unterwegs sind. Die waren wohl zu dem Zeitpunkt alle in Griechenland. Aber jetzt in Portugal ist das anders: Wir befinden uns im Mekka der Aussteiger:innen und der Landsuchenden.

     

    1. # 03 | Wir haben Zeit mit unseren Kindern.

    Den gaaanzen verfluchten Tag. Nein, es ist sehr schön. Und ab und zu auch ätzend. Aber insgesamt sind wir sehr froh darüber, dass wir sie viel sehen, sie viele Stunden des Tages begleiten dürfen, sie erleben, viel davon mitbekommen was sie treiben, sie lachen hören, sehen wie sie teilen und wie sie das auch nicht machen.

      Was nervt uns als Erwachsene?

      1. # 01 | viele Ortwechsel hintereinander

      Ja, viele Ortwechsel bedeutet viel Auto fahren und das ist einfach nur anstrengend. Wir finden es nervig, wenn wir innerhalb einer Woche mehrmals den Ort gewechselt haben, weil wir uns ständig neu zu recht finden müssen: Wo ist der nächste Supermarkt? Gibt es hier vielleicht einen Spielplatz? Ankommen braucht Zeit. Nur mit Anton – als er noch ein Baby war – habe ich das weniger stark wahrgenommen aber nun mit Baby und Kleinkind, wirken sich häufige Ortswechsel negativ auf die Gesamtstimmung aus. Wir arbeiten aber auch. Das war in der Elternzeit mit Anton nicht so.

       

      1. # 02 | Schlechtes Wetter

      Einen Dauerregentag verkraften wir. Mehr wird schon schwieriger. Regengüsse, die sich über den Tag verteilen – anfangen und wieder aufhören – halten wir auch länger aus. Da sich das Leben viel stärker draußen abspielt, sind wir natürlich dem Wetter ausgesetzt. Der kleine Raum wird auch mir irgendwann zu eng. Und bei viel Regen werden die Sachen auch nicht mehr trocken. Da liegen die Nerven doch irgendwann Planck. Auch der matsch und Dreck, der mit hineingetragen wird, nervt sobald die allgemeine Toleranzkurve am Tagesende runtergeht.

       

      1. # 03 | Ungeeignete Orte

      Meistens stören sich ja die Eltern an den Bedingungen eines Standorts und weniger die Kinder. Mich stört zum Beispiel, wenn es sehr staubig ist und es kaum Schatten gibt und ich der prallen heißen Sonne ausgesetzt bin. Wenn das der Fall ist, brauche ich länger, um klarzukommen. Es ist anders, wenn wir an einem Ort mit Bäumen und grüner Wiese sind. Vermüllte Standorte sind auch ein absolutes no-go, da die kleinen Kinderhände fast alles anfassen und an grabbeln. Und bei Merle ist die Chance, dass etwas Müll in ihrem Mund landet, noch recht hoch.

       

      1. # 04 | Kontakt mit der Polizei

      Ja, das finden wir meistens blöd, weil es selten angenehm verläuft. Es gibt auch Ausnahmen. In Georgien war selbst die Polizei gastfreundlich: „Here is my number. Call me if you have any problem! You can stay here. It is no problem.“, hatte der Polizist am Mt. Ushba in Svaneti zu uns gesagt. Wow! Das wäre in Europa fast unvorstellbar. In europäischen Ländern war der Ton der Polizist:innen recht aggressiv. Wir stehen gerne wild aber in Ländern wie Slowenien, Kroatien – in diesen beiden Ländern wurden wir mehrfach des Platzes verwiesen und haben Strafe gezahlt – und seit diesem Jahr auch Portugal, besonders an der Algarve, verkneifen wir uns das Freistehen.

        So geschafft. Das wars jetzt aber auch. Wenn du fragen hast,melde dich bei uns.

        Überraschend einsame und schöne Strände in Italien: meine 5 Favoriten

        Überraschend einsame und schöne Strände in Italien: meine 5 Favoriten

        In diesem Beitrag stelle ich dir die schönsten Strände in Italien, die wir auf unserer dreimonatigen Reise gesehen haben, vor. Ich habe die Strände in Italien als sehr vielfältig erlebt.

        Je südlicher desto schöner und leerer. Es gibt nur noch wenige Geheimtipps unter den italienischen Stränden. Aber im Norden empfand ich sie alle als zu voll. Im Süden Italiens ist die Wahrscheinlichkeit einen fast leeren Strand zu finden etwas höher.

        Je südlicher desto feiner und felsiger und leider auch je südlicher desto schmutziger. Das Aussehen und die Beschaffenheit der Strände in Italien ist sehr unterschiedlich. Ich habe, glaube ich, auf kaum einer Reise so viele verschiedene Arten von Stränden gesehen. Und auch selten so viele Liegestühle und Sonnenschirme pro Quadrameter Strand.

        Strände in Italien, Liegestuhllandschaft bei Nacht
        Liegestuhllandschaft in Norditalien

        Auch wenn die Strände in Italien außerhalb der stark besuchten Touriorte oft leider auch vermüllt sind, gibt es ein paar Strandsensationen unter ihnen. Unsere persönlichen Favoriten sind die Strände in Süditalien – Apulien und Kalabrien – gewesen.

        Schöne und ruhige Strände in Italien

        Baia di Porto Miggiano

        Diese himmlische Bucht war eine großartige Überraschung auf unserer Reise. Wir hatten nach einem Campingplatz gesucht und sind durch Zufall in Santa Cesarea Terme gelandet. Hier fanden wir einen Campingplatz, auf dem Olivenbäume Schatten spenden, grünes Gras wuchs und der ganzjährig betrieben wird. Hier konnten wir unsere Hängematte aufspannen, baden gehen, durch Grotten schwimmen und ohne jemanden zu stören Fußball spielen.

        Diese Bucht eignet sich besonders gut für Kinder, die das Schwimmen noch lernen müssen, da das Wasser sehr ruhig und der Einstieg flach ist. Hier kannst du sehen, wo wir übernachtet haben. Unterhalb des Campingplatzes ist ein Parkplatz, auf dem Mensch auch ein paar Nächte mit einem Wohnmobil stehen kann.

        Strände in Italien, Strand in Apulien, Italien
        Baia di Porto Miggiano in Santa Cesarea Terme
        Spiaggia della Rotonda

        In Tropea gibt es so einige schöne Strände. Mir hat der Teil südwestlich von der Santuario di Santa Maria dell’Isola di Tropea sehr gut gefallen. Der Strand Spiaggia della Ronda liegt nordöstlich von dem vorgelagerten Sandsteinfelsen auf dem eine Kirche (Santuario di Santa Maria) errichtet wurde. Das Wasser hat eine ganz besondere Farbe und der Blick reicht bis zu 20 Meter in die Tiefe. Die Wassertemperatur ist etwas wärmer und der Salzgehalt etwas höher als an anderen Orten in Italien. Daher hat man noch stärker das Gefühl Mensch würde im Wasser schweben.

        Für Kinder ist das ruhige Wasser ideal zum schwimmen. Der Einstieg ins Wasser ist leicht, jedoch wird es recht schnell tief. Hier kannst du sehen, wo wir für einen Monat standen. Mehr Bilder von diesem wunderschönen und imposanten Ort siehst du hier.

        Strand in Italien, Kalabrien
        Spiaggia della Ronda, Kalabrien, Tropea
        Strand in Italien, Kalabrien
        Höhlen unterhalb des vorgelagerten Sandsteinfelsens (Isola di Tropea)
        Pole Pole Beach

        Dieser lange Strand wird von wunderschönen hügeligen und grünbewachsenen Sanddünen umgeben. Hier lohnt sich ein längerer Aufenthalt und ein Besuch im Pole Pole Café. Der Weg nach Lecce ist von hier nicht weit und kann mit einem Tagesausflug verbunden werden.

        Der Seegang war an allen Tage, die wir an diesem Ort waren, wellig, wodurch der Einstieg ins Wasser für Kleinkinder und junge Kinder schwieriger ist. Es geht aber flach rein. Klick hier um zu sehen wo wir mit unserem Camper übernachtet haben.

        Strand in Italien, Apulien
        Pole Pole Beach, Apulien
        Spiaggia della Grotta dei Pipistrelli & Baia della Pergola

        Diese beiden Strände liegen im Gargano National Park, der mit noch mehr sehr schönen Stränden seine Besucher*innen in den Bann zieht. Lange weiße Strände mit feinstem Sandstrand und hohen weißen Felsen oder kleinen Buchten mit bunten Steinen. Viele Strände wurden leider privatisiert. Hier ist der Zugang nur über eine Ferienanlage oder Campingplätze möglich. So manch ein grauer Maschendrahtzaun am Strand trübt leider das Farbenspiel aus weiß, grün und blau dieses wunderschönen Küstenstreifens von Italien. Wie wir unsere Zeit im Gargano National Park verbracht und welche Erfahrungen wir gemacht haben, erfahrt ihr hier.

        Strände
        Spiagga della Grotta dei Pipistrelli, Gargano National Park
        Strände
        Baia della Pergola, Gargano National Park
        Spiaggia die Monticelli

        Hier gibt es viele kleine Buchten mit glasklarem Wasser. Wenn du hier herkommst, kannst du einen Tagesausflug nach Ostuni machen und einen langen Spaziergang machen und von Bucht zu Bucht laufen. Die Küste ist schroff, flach, felsig und wird zwischendurch von feinsandigen Stränden unterbrochen. Hier kannst du sehen, wo wir mit unserem Camper standen. Um noch weitere Eindrücke von diesem Standort zu gewinnen, lese meinen Eintrag in der Reisegeschichte „zu viert unterwegs in Italien“ und klicke hier.

        Strände in Italien, Ostuni

        Hier noch ein paar andere Reiseblogs, die bei der Suche nach fast einsamen und wunderschönen Stränden in Italien helfen.

        Travelbook

        Beach-Inspektor